Zulassen

Ich habe ein interessantes Gedicht entdeckt, als ich mich über den Akt der Zulassung zur Magisterprüfung informieren wollte.

Deine Kraft sinnvoll einsetzen heißt:
Lassen – Loslassen.
Überlassen – Zulassen.
Entlassen – Verlassen.
Weglassen.
von Udo Hahn

Lass es gut sein, habe ich mir daraufhin gedacht. Überlass das Zulassen denen, die davon Ahnung haben, denn wenn du dich so rundum vorher informierst, dann könnte man die Leute im Magisterprüfungsamt auch gleich Entlassen. Da fühlten sich dann allerdings alle anderen Verlassen und deswegen dachte ich, ich könnte die Vorbereitung weglassen. Hätte ich das mal gelassen. Denn als ich am Montag ganz früh vor der Tür des Magisterprüfungsamtes stand, wollte man mich noch nicht hinein lassen. Sie haben die Tür losgelassen und mich in der morgendlichen Kälte mir selbst überlassen. Was sollte ich anderes tun, als es zuzulassen? Gegen halb neun hat man mich dann doch eingelassen. Ich wartete im Flur und fühlte mich ein wenig verlassen. Eine halbe Stunde später wurde ich dann endlich zu der einzigen für Magisterprüfungen zuständigen Frau vorgelassen. Und diese wollte mich nicht Zulassen. Das konnte ich nicht fassen. Alle Scheine, alle Zeugnisse, nichts weggelassen und sie wollte mich noch nicht mal ausreden lassen. Wie soll man die Bürokraten da nicht hassen? Doch solch starke Gefühle konnte ich nicht zulassen, sonst würde sie mich sofort entlassen. Kurz war ich panisch, als sie sich erhob, doch schaffte ich es, sie an der Tür abzupassen. Sie hat sich von mir meine Pläne erklären lassen und kaum zu fassen, fast hätte sie ein Lächeln sehen lassen. Sie müsse sich erst noch überlegen mich vielleicht doch zuzulassen, aber sie würde sich nicht von mir reinreden lassen. Grau in Grau zogen sie an mir vorbei, die im Wartezimmer wartenden Massen, während die Frau im Magisterprüfungsamt mich hat zappeln lassen. Das hätte sie weglassen können und vielleicht hätte ich es auch nicht zugelassen. Wäre ich nicht so verlassen gewesen. Schlussendlich aber hat sie mich aber doch zugelassen.

Aber von wegen, was lange währt wird gut. Nein, was lange gärt wird Wut.

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~ von otzblog - Februar 6, 2009.

2 Antworten to “Zulassen”

  1. Hui, Zulassen habe ich auch noch vor mir… aber wenn ich das so lese, dann graust es mir. War schon bei der Zwischenprüfung ein Gräuel… Und es gibt ja auch nur eine Frau, die da für die Magister zuständig ist… eigentlich ein Verbrechen, wenn man da mal ins Wartezimmer guckt…

  2. Also eine Freundin und ich waren zur Anmeldung dort, da muss man doch so ein Schriebs abgeben, dass man vorhat sich zulassen zu lassen und da war die Gute gerade 3 Wochen im Urlaub gewesen. Da waren nicht mal mehr freie Stehplätze… Wartezeiten wie beim Arzt und schlimmer. Aber nützt ja nüscht 🙂

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