Martin my love

Was wollte Luther?
Wer es gern platt mag, kann natürlich die Vermutung aufstellen, er suchte nach einer Reißzwecke …für seine Zwecke… quasi. Aber anlässlich des Jahrestages des Thesenanschlages, möchte ich nicht derart platt sein, sondern auf diese Frage ein bisschen genauer eingehen: Also, Luther soll heute vor genau 491 Jahren an die Tür der Schlosskirche zu Wittenberg 95 Thesen zu Ablass und Buße angeschlagen haben. Damit leitete er die Reformation ein.
Natürlich konnte er nicht wissen, was er mit dem Thesenanschlag auslösen würde. Also bleantwortet die Tatsache des Anschlags nicht, was er wollte. Vielleicht wollte Luther ja nur Aufmerksamkeit unter seinen Fachkollegen? Oder er wollte, ähnlich wie der Studentenrat hier in Jena, auch einfach mal irgendwo was sinnlos plakatieren?
Nicht ganz.
Luther wollte, so die Geschichtsschreibung, die Gläubigen davon überzeugen, dass der Ablass nicht die Voraussetzung sei, den Menschen von der Sünde zu erlösen. Man könnte nun vermuten Luther habe sich lediglich an der Raffgier und Habsucht einiger geistlicher Würdenträger gestoßen. Vielleicht, weil das mit dem Ablass ihm nicht selbst eingefallen ist? In diesem Zusammenhang habe ich mich auch gefragt, ob der Begriff Gläubiger, also im Sinne von jemandem Geld schulden, irgendwas mit dem Ablasshandel zu tun hat… aber wir kommen vom Thema ab. Also zurück zur Frage, was Luther wollte.
Man unterstellt ihm ein ehernes Ziel, nämlich die Suche nach der Wahrheit.
Dieses Ziel verfolgen viele. Ein paar hundert Hanseln in Italien allerdings nicht, was wohl auch Luther schon aufgestoßen ist.
Das könnte der Grund sein, warum man die privaten Gemächer des Papstes nicht betreten darf. Dort könnte sich nämlich die Wahrheit finden, so wollen die Katholiken einem zumindest glauben machen.  Hat schon Luther gewusst, dass die Wahrheit nicht gut versteckt und hochsicher aufbewahrt im Vatikan ist? Hat schon er gewusst, dass sie, wenn man sie je im Vatikan gehabt hat, nun verbummelt ist? War das der Grund für seinen Thesenanschlag?
Vielleicht, wenn man im Vatikan Luthers Gebrauchsanweisung zur Wahrheitsfindung eingehender studiert hätte, wäre sie ja wieder aufgetaucht… aber man weiß es nicht genau…

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~ von otzblog - Oktober 31, 2008.

3 Antworten to “Martin my love”

  1. hallo susi!
    ein gläubiger ist nicht derjenige, der einem anderen etwas schuldet. das ist der schuldner. ein gläubiger hingegen glaubt dem schuldner, dass dieser seine schuld irgendwann begleicht. so ist das.

  2. Gute Güte,
    was würde ich nur ohne dich machen, in meiner unendlichen Unwissenheit 🙂

  3. tja. weiß nicht….verzweifeln..?

    🙂

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